Dienstag, 23. August 2011

Zum Licht.

Rainer Maria Rilke

1.

Nur nicht im Dunkel
Schmählich erschlaffen!
Im Lichtgefunkel
Leben und schaffen.
Nur im Verstecke
Nicht müd’ versiechen,
Kränkeln und kriechen —
Nur das nicht!
Richte und recke
Auf dich zum Licht!

2.

Siegende Sonne
Hellt dir die Brust,
Wogende Wonne
Wird dir bewußt,
Unter der Decke
Ängstlicher Kleinheit
Wärmt sich — Gemeinheit;
Nur das nicht!
Richte und recke
Auf dich zum Licht!

3.

Sowie des Lichtes
Funken sich heben,
Sieh’, des Gedichtes
Rhytmisches Schweben,
Daß es dich wecke
Aus deinen Träumen . . . .
Zaudern und säumen?
Nur das nicht!
Richte und recke
Auf dich zum Licht!


Quelle: http://gedichte.xbib.de

Montag, 30. Mai 2011

Die vier Ansichten eines sprechenden Fisches

von Bastian Kienitz

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Ein Fisch beginnt zu träumen und begibt sich dabei auf wundersame Reisen; zwischen Traum und Realität, Fantasie und Wahrheit. Die „Vier Ansichten eines sprechenden Fisches“ schildern auf harmonische Weise den Werdegang eines Lebens und die damit verbundenen Ängste, Freuden sowie Fragen, die dieses Leben bietet. Das Buch ist ein Muss für alle Fans des Surrealismus, traumlandschaftlicher Welten und poesievoll gemalter Gegenwarten. Der Leser wird aus dem Alltag entführt und findet sich möglicherweise in einer der modern geschriebenen Kurzgeschichten wieder.

die Verlinkung zu diesem Buch ist folgende:

Das Buch Bastian Kienitz Die vier Ansichten eines sprechenden Fisches (ISBN: 978-3-86858-603-9) wurde bei Shaker Media veröffentlicht und ist über Amazon bestellbar.

Sonntag, 29. Mai 2011

Gedichtekarussell-Forum

Gedichtekarussell-Forum

Montag, 23. Mai 2011

Kopf hoch!

Cäsar Otto Hugo Flaischlen


Weil dir ein goldener Traum zerronnen,
was hast du drum für herbe Qual?!
es ist doch nicht das erste Mal,
daß dich enttäuscht, was du begonnen!

Den Kopf hoch! auf! wozu verzagen
kleingläubig gleich und hoffnungslos?!
dein Mut schien doch so riesengroß,
das Letzte selber kühn zu wagen!

Auf drum und weiter! ohne Bangen!
und wenn’s dir noch soviel entlaubt!
Wer will und an sein Können glaubt,
wird immer an sein Ziel gelangen!


Quelle: http://gedichte.xbib.de

Sonntag, 13. März 2011

Die Träume

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Die Träume

Karl Egon Ebert

Ich träumte unterm Lindenbaum
Von Frühlingsduft und Blüten,
Und als ich war erwacht vom Traum,
Da hört‘ ich Stürme wüten,
Und Zweige lagen dürre herum,
Und gelbe Blätter um und um,
Und kalter Reif hing silberweiß
An jedem Reis.

Einst träumt‘ ich auch von Lieb‘ und Treu‘,
Und schwamm in süßen Wonnen,
Doch plötzlich riss der Traum entzwei,
Die Luft war all‘ zerronnen;
Ich fühlt‘ um mich, und fand kein Herz,
Ich fühlte nur an hartes Erz,
Und kalt war Alles rings um mich,
Und fürchterlich.


Ich träumte dann von Sturm und Schnee,
Von Hagel, nach und Schauer,
Von bitt’rer Qual, von heißem Weh,
Von Gram und banger Trauer;
Und wie ich da vom Traum erwacht,
Hat heit’rer Tag mich angelacht,
Und wonnig zog durch meine Brust
Des Himmels Lust.


Quelle: http://gedichte.xbib.de

Samstag, 12. Februar 2011

Befreiung

Thekla Lingen

Noch einmal reckt die Schuld ihr drohend Haupt
Und greift nach mir mit gierigen Rächerhänden,
Genug! du hast den Frieden mir geraubt,
Doch meinen Sieg sollst du mir nicht entwenden.

Ich hab gekostet vom Erkenntnisbaum,
Ich habe nackt vor meinem Gott gestanden;
Es sank die Lüge wie ein schwerer Traum,
Die Seele riss sich los aus ihren Banden.

Genug! mich treffen deine Blicke nicht,
Geheilt, vernarbt sind alle alten Wunden
Ich stehe in der Wahrheit reinem Licht,
Ich habe mich und meinen Grund gefunden.


Quelle: http://gedichte.xbib.de

Mittwoch, 26. Januar 2011

Berlin

Paul Boldt (*1885 †1921 )

Die Stimmen der Autos wie Jägersignale
Die Täler der Straße bewaldend ziehn.
Schüsse von Licht. Mit einem Male
Brennen die Himmel auf Berlin.

Die Spree, ein Antlitz wie der Tag,
Das glänzend meerwärts späht nach Rettern,
Behält der wilden Stadt Geschmack,
Auf der die Züge krächzend klettern.

Die blaue Nacht fließt in der Forst.
Sie fühlt, geblendet, daß du lebst.
Schnellzüge steigen aus dem Horst!
Der weiße Abend, den du webst,

Fühlt, blüht, verblättert in das All.
Ein Menschenhände-Fängen treibst du
Um den verklungnen Erdenball
Wie hartes Licht; und also bleibst du.

Wer weiß, in welche Welten dein
Erstarktes Sternenauge schien,
Stahlmasterblühte Stadt aus Stein,
Der Erde weiße Blume, Berlin.

Quelle: http://gedichte.xbib.de

Donnerstag, 6. Januar 2011

Rilke - Überfließende Himmel - Das Karussell



http://www.rilke-projekt.de/

TANNERS TERRASSE

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Mein Lesestoff


Gedichtekarussell Nr.7
Illusion und Wirklichkeit


Bastian Kienitz
Augenblicke



Reiner Kranz
Dann

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Zuletzt aktualisiert: 23. August, 23:35

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